Spielberichte der 1. Mannschaft

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Landesliga Nord
   Spielsaison 2006 /2007

Runde 3

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Spielbericht zur Runde 3
von Peter Hertel

Liebe Schachfreunde,
gegen den Favoriten unserer Liga war am Sonntag nicht viel auszurichten und wir haben ver-dient verloren. Ausnahmsweise hatten diesmal die Cuxhavener (Cuno, Albers, Reinkemeier und Hertel) die längste Anfahrt (Melle liegt bei Osnabrück) und ich hatte noch mit den Resten einer
heftigen Erkältung zu tun , was sich aber nicht negativ auf die Punktausbeute auswirkte, denn die Cuxhavener holten wie schon im vorherigem Mannschaftskampf 2 aus 4.

Thomas Cuno konnte als einziger von allen Niederelbern gewinnen und das recht souverän, obwohl sein Gegner die ersten beiden Runden gewann. Thomas kündigte seinen Sieg übrigens schon selbstbewusst auf der Hinfahrt an.

Michael Albers spielte eine Weile gut mit bis zu einem taktischen Fehler der schnell das Aus bedeutete.

Tobias Reinkemeier sah sich dem ihm eher unangenehmen Skandinavisch (Najdorf im Sizillianer hätte ihm besser gepasst) ausgesetzt. Dann spielte sein Gegner auch noch eine in letzter Zeit häufigeren erprobte Nebenvariante (Dd6 statt Da5). Danach verlor Tobias den Faden und stand
schlechter. Später kam er sogar noch etwas in Zeitnot und bot Remis, was sein Gegner dan-kensderweise annahm, da dieser der Meinung war auf Verlust zu stehen, was aber nicht der Fall war! Bei solch einem Gegner (DWZ fast 2200) verwunderlich.

Mein Gegner FM Peter Jürgens hatte sogar eine DWZ von 2268. Den von ihm gespielten Trompowsky - Angriff (1.d4 Sf6 2.Lg5) kannte ich einigermaßen, hatte mich aber nicht speziell vorbereitet, weil er es in seinen veröffentlichten Partien nicht gespielt hatte, obwohl ich sowas ahnte. Im weiteren Verlauf spielte ich aber nicht die optimalsten Züge, was in einem überschar-fen und unkorrekten Figurenopfer gegen 2 Bauern gipfelte. Immerhin war die Stellung aber noch recht kompliziert und ich hatte schon etwas Kompensation. Jürgens spielte jedoch gut weiter und war eigentlich auf der Siegerstraße, übersah aber im 39. Zug eine relativ einfache Kombi-nation in leichter gefühlten Zeitnot. Gefühlte Zeitnot, weil wir mit mechanischen Uhren spielten. Da weiß man nie so genau wann das Blättchen fällt. Bei Digitaluhren sieht das anders aus. Da-nach stand ich (bis dahin ebenfalls in etwas Zeitnot) sogar besser. Zum Schluss hatte ich ein Turmendspiel mit Mehrbauer, was bekanntlich bei gegnerischen König vor dem Bauern theore-tisch Remis ist. Da ich meinem Gegner die korrekte Spielführung zutraute, der Mannschaftskampf zu dem Zeitpunkt (vorletzte Partie) praktisch verloren war und Tobias einen Termin hatte (wir konnten danach los fahren), bot ich Remis, was mein Gegner natürlich annahm.

Enno Eschholz hatte es an Brett 1 mit Großmeister (der einzige Großmeister in der Landesliga Nord)  Gutman zu tun. Trotzdem schien es so als wenn Enno Vorteil bekam. Vielleicht spielte Enno dann zu sehr auf Sicherheit und verschenkte zu viele Tempi, was Gutman dann taktisch zum Sieg nutze.

Dietmar Schade kam in seiner Partie unter Druck und verlor eine Leichtfigur (In seinen vorherigen Partie war das ja genau anders rum.). Außerdem kam Dietmar in erheblicher Zeitnot. Umso erstaunlicher war, dass er noch ein Remis schaffte. Von daher also eine gute Leistung.

Uwe Kottke kam mit Schwarz in Pirc unter Druck und hatte eine unangenehm zu verteidigende Stellung, aber nach einigen Abtäuschen hielt er stand um zum Schluß doch noch einzubrechen, schade.

Sönke Schoof konnte lange Zeit mithalten. Nach dem Verzicht der Rochade jedoch sah es schlecht aus und Sönke verlor.

1.) Eschholz 0
2.) Hertel 0,5
3.) Reinkemeier 0,5
4.) Kottke 0
5.) Prof. Dr. Schoof 0
6.) Albers 0
7.) Cuno 1
8.) Schade 0,5

Ach übrigens schreibe ich diesen Bericht Morgens zwischen 5.00 Uhr und 6.00 Uhr nach einer schlaflosen Nacht. Vielleicht war ich zu aufgewühlt, obwohl dieser Mannschaftskampf garnicht sonderlich aufregend war.

Thomas hat mir schon seine Partie geschickt. Alle anderen möchte ich wie immer auch darum bitten. So, gleich geht´s  unausgeschlafen zur Arbeit :-(

Schöne Grüße und bis demnächst
Peter